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von Mark
14.03.2017
Unseren Berichten wird gerne mal ein Zitat aus einem Songtext vorangestellt. Das ist dieses Mal nicht anders. Nach einem - aufgrund meiner selbst auferlegten Abstinenz in diesen Wochen - kurzen Gedanken an „Nüchtern bin ich so schüchtern“ war klar, dass die oben genannte Textzeile aus dem Auswärtssong von PSG herhalten muss. Das „Entmenschen“ mal ausnahmsweise von außen zu beobachten ist definitiv auch eine Erfahrung gewesen.
Wichtiger ist allerdings, dass damit unsere Freude darüber ausgedrückt wird in einem Bus voller bekannter Gesichter die Tour nach Berlin unternommen zu haben. Es spiegelt sicherlich auch das wider, was sich der ein oder andere gedacht hat, als die Kollegen am Montag mit der Aussage: „24 Stunden unterwegs und dann auch noch verloren.“ um die Ecke kamen. Mir ging es zumindest so.
Aber erstmal genug der musikalischen Bezüge, erwies sich doch die musikalische Begleitung der Fahrt alles andere als unproblematisch, dazu gleich mehr.

In Münster bestiegen wir in den frühen Morgenstunden einen Bus, der wenige Stunden zuvor noch andere fußballaffine Menschen befördert hatte, was sich leider auch an der ein oder anderen Stelle und im stillen Örtchen bemerkbar machte. Auf dem Weg nach Dortmund wurden unsere Freunde aus Davensberg eingesammelt, bevor dann am ZOB in Dortmund die restlichen Mitfahrer zustiegen.
Von Dortmund ging es Richtung Berlin und die ersten Hobby-DJs machten sich daran uns musikalisch zu verwöhnen. Die Musikanlage im Bus war jedoch mit einem Wackelkontakt ausgestattet, so dass CDs nur sporadisch in Einzelfällen, mit viel Fingerspitzengefühl und gutem Zureden abgespielt werden konnten. Die Coesfelder hatten, anders als noch im Zug nach Hamburg, auch kein Musikequipment dabei, mit dem wir für eine entsprechende Untermalung hätten sorgen können. Auch erfahrene Elektriker aus unseren Reihen bissen sich an der maladen Technik die Zähne aus. So mussten wir uns über weite Strecken mit einzelnen Liedern von einer CD oder dem Radio begnügen.

In Berlin angekommen trafen wir vor dem Stadion ein aus Hamburg angereistes Mitglied des FCs, ein mittlerweile vor Ort in Berlin ansässiges Mitglied und seine Freundin, sowie weitere Bekannte. Mit einer als „Boulette“ beschimpften Frikadelle gestärkt ging es ins Stadion.
Ein Mitfahrer ist leider an der von Hertha ausgegebenen 1-Promille-Hürde gescheitert, so dass er sich das Spiel zusammen mit einem solidarischen Kollegen in einer Kneipe anschauen musste.
Zum Spiel selbst lässt sich wenig ergänzen, was nicht schon durch die einschlägigen Medien verbreitet wurde. Ein rabenschwarzer Tag von Matze Ginter, Kalou nicht in den Griff bekommen und so nahm das Schicksal, das uns so häufig nach großen Champions League Abenden unter der Woche am folgendem Wochenende in dieser Saison ereilt, seinen Lauf. Da half auch eine starke Phase nach Wiederanpfiff mit dem Tor zum zwischenzeitlichen Ausgleich nichts. Ein Freistoß aus 17 Metern Torentfernung machte alle vorherigen Bemühungen zunichte.

In der fernen Karibik muss gegen Ende des Spiels eine Hexe einen Nagel in das Bein einer Voodoopuppe getrieben haben. Nur so lassen sich die offensichtlich unermesslichen Schmerzen erklären, vor denen sich Mitchell Weiser winden musste. An der Berührung durch Dembélé kann es jedenfalls nicht gelegen haben.
Nach Abpfiff ging es ohne Punkte im Gepäck zügig zum Bus, um es zur geplanten Abfahrtszeit zu schaffen. Dort trafen wir auf unseren Busfahrer, der unter dem Bus lag, um einen platten Hinterreifen zu wechseln. Wir haben jetzt eine sagenhafte Buspannenquote von 40%, mal sehen ob wir diese Quote bei gemeinsam mit den Flottis angedachten zukünftigen Touren weiter steigern können.

Mit dem nötigen Humor („Könnte schlimmer sein, könnte auch noch regnen.“) vertrieben wir uns vor dem Bus bei dem ein oder anderen Bier (nicht für mich, s.o.) die Zeit bis zur Abfahrt.
Nach erfolgter Reparatur wurde im Bus direkt „Keine Panik auf der Titanic“ zum Besten gegeben und es flossen weiter Gerstensaft und andere Getränke die Kehlen runter.
Einigermaßen zügig ging es Richtung Dortmund, von dort an der gesperrten A1 vorbei Richtung Münster. Nachdem wir die Davensberger zwischendurch abgesetzt hatten, kamen wir nach bald 24 Stunden Tour wieder in Münster an.
Auch wenn es mit dem Bus etwas weniger rund lief als bei den anderen Bustouren, Spaß hat’s gemacht! Ein herzlicher Dank gilt den Flottis, den Coesfeldern, den Davensbergern, den „Bierspenderinnen“ und allen Mitfahrern für eine außergewöhnliche Tour.
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