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von Christian
26.01.2018
Es gibt auf dieser Welt so einige Gesetze. Manche werden in Büchern festgehalten, andere sind uns Menschen auf moralischer Ebene in unausgesprochener Form klar und wieder andere fallen in die Kategorie der Naturgesetze.
Und dann gibt es noch gewisse Regelmäßigkeiten, die zwar keinem wirklichen Gesetz unterliegen, aber dennoch wie in Stein gemeißelt daherkommen. Dazu zählt die Tatsache, dass die Los Fee unserer Borussia in Pokalspielen gegen die Weißwursttruppe aus Süddeutschland ausschließlich Auswärtsspiele beschert.
So war es dann auch in dieser Pokalsaison. Die Achtelfinalauslosung der aktuellen Runde ließ uns in den deutschen Süden reisen.
Schon während der Planungsphase änderte sich die Zusammenstellung unserer Reisegruppe in regelmäßigen Abständen. Kurz vor der Abfahrt hatten sich dann aber vier Mitglieder unseres Fanclubs gefunden, die den Weg nach München antreten wollten. Am frühen Mittwochmorgen ging die Reise für die ersten drei von uns los. Ein kurzer Schlenker über die Bierstadt komplettierte die Autobesatzung. Die Stimmung war gut, die Aussicht auf Erfolg gering, der Platz im Brauhaus gebucht. Könnte schlechter laufen an einem Mittwoch vor Weihnachten…
… und das tat es dann auch. Wir waren noch nicht ganz auf Höhe Gießen, da ereilte uns die traurige Nachricht von einem Schicksalsschlag in der Familie unseres Fahrers. An dieser Stelle möchte ich nochmal mein Beileid aussprechen.
Es war schnell klar und absolut richtig, dass er den direkten Rückweg antreten wird. In solchen Fällen wird der Fußball ganz schnell von der schönsten Nebensache der Welt zur einfachen Nebensache. Nach etwas längerer Diskussion überzeugte unser Fahrer uns davon, dass er gut und sicher nach Hause kommen werde und wir unbedingt die Tour fortsetzen sollen.
Gesagt, getan! Er brachte uns noch bis zum Gießener Hauptbahnhof und von dort aus ging es dann mit dem Quer-durchs-Land-Ticket weiter. Logischerweise war die gute Stimmung und die Vorfreude erstmal Vergangenheit. Zusätzlich mussten wir mit einem weiteren Fanclubmitglied, bei dem wir in München dankenswerterweise übernachten durften, die komplette Tagesplanung ändern. Wer die Fahrtzeiten von Gießen per Auto mit den Fahrtzeiten per Tingel-Tangel-Bahn vergleicht, der weiß wovon ich rede.
Nach einiger Zeit erreichte uns die Nachricht, dass unser Fahrer gut in der Heimat angekommen ist und die angespannte Situation lockerte sich langsam auf.
Nach einigen Bierchen und Zwischensprints an Wald und Wiesenbahnhöfen, um die Anschlusszüge noch irgendwie zu erreichen, kamen wir dann endlich in der bayrischen Landeshauptstadt an. Am Hauptbahnhof empfing uns dann auch schon unser Exil-Fanclubmitglied und wir machten uns auf den Weg zu ihm nach Hause, um unser Gepäck zu verstauen. Außerdem mussten wir uns ja für die Rückfahrt eindecken.
Bei ihm angekommen, erwartete uns auch schon seine Freundin. Das einzige, was noch mehr strahlte als der Ring an ihrem Finger, war sie selbst. Alles Gute zur Verlobung an dieser Stelle!
Nach einer Flasche Apfelkorn und einigen Bierchen machten wir uns dann auf den Weg ins alt-ehrwürdige – ähm, ne das ist ja offensichtlich Quatsch…
Nach einer Flasche Apfelkorn und einigen Bierchen machten wir uns dann auf den Weg in das rote Schlauchboot. Jedes Mal, wenn ich das sehe, denke ich mir: „Wenn das modern ist, dann bleib ich lieber altmodisch!“
Wie dem auch sei, wir kamen praktisch mit Anpfiff im Gästeblock an. Der Verlauf des Spiels ist dann schnell erzählt. Die erste Halbzeit war große Dominanz der Roten, in der zweiten Halbzeit wurde es dann besser und mit etwas Glück wäre da fast noch das große Zittern losgegangen.
Leider verabschiedeten wir uns mit diesem Spiel aus dem laufenden Wettbewerb und auch aus dem Fußballjahr 2017.
An dieser Stelle fallen mir einige Geschichten ein, die es wert wären nochmals in Erinnerung gerufen zu werden. Darauf werde ich jetzt verzichten, aber so viel sei gesagt:
Pokalsieger 2017 – Borussia Dortmund
Es war nicht alles nur schlecht in diesem Jahr, vergesst das nicht!
Den Abend ließen wir bei einem kühlen Hellen auf dem Balkon unsers Gastgebers ausklingen, um danach ziemlich platt in Tiefschlaf zu versinken.
Am nächsten Morgen machten wir uns früh auf den Weg zum Hauptbahnhof, denn wir hatten schließlich noch 11,5 Stunden Zugfahrt vor uns.
Frei nach dem Motto „Meckern macht unseren Zug nicht schneller, aber Cola Korn die Stimmung besser“ spulten wir Kilometer für Kilometer durch die Republik ab. Zwischendurch musste an Bahnhöfen nachgetankt werden, aber ansonsten passierte nicht viel Nennenswertes.
Als wir dann gegen Abend den Dortmunder Hauptbahnhof erreichten, konnten wir es kaum glauben. Unser Fahrer hatte sich auf den Weg gemacht, so dass an dieser Stelle die Bahnfahrt für alle beendet war. Er hat die beiden Jungs aus Münster in bester Taximanier bis vor die Haustür gebracht.
Ohne Worte – Hut ab!
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