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von Sido
02.12.2018
… wird sich der ein oder andere bestimmt gedacht haben. Immerhin hat uns die Losfee diesmal nicht das weiße Ballett, sondern den Stadtrivalen Atletico zugelost. Ich persönlich hab mich in dem Moment am meisten darüber geärgert, dass wir nicht in den vergangenen Jahren schonmal das Vergnügen hatten. Dem altehrwürdigen Estadio Vicente Calderon hätte ich nämlich gerne noch einen persönlichen Besuch abgestattet. Aber nun gut, nicht alles ist einem vergönnt. Schnell fanden sich einige Interessierte für die Tour zusammen und wir buchten unseren Flug ab Charlerois. Nachdem furiosen Heimspiel im Westfalenstadion war die Vorfreude auf die Tour auch umso größer und so störte man sich nur marginal an der frühen Weckzeit von 3 Uhr am Montagmorgen. Mit dem Auto ging es dann auch pünktlich los und so trafen wir die zweite Autobesatzung aus Dortmund um kurz vor 8 am Flughafen in Belgien.

Gefühlt kurze Zeit später ertönte aus den Boxen schon die bekannte Ryanair-Fanfare. Schnell mit Metro Tickets ausgestattet ging es ins Zentrum und da wir viel zu früh zum Einchecken waren, wurde im örtlichen Museum von Feinkostspezialitäten zuerst ein üppiges Frühstück zu sich genommen. Nachdem man nach und nach immer mehr bekannte Gesichert begrüßen durfte und der Laden sich so langsam füllte, entschieden wir uns gegen 16 Uhr doch endlich mal unsere Zimmer zu besichtigen. Die überfreundliche Empfangsdame konnte natürlich kein Wort englisch, was das Prozedere unnötig in die Länge zog. Am Ende war sie immerhin so clever ihren englischsprachigen Chef/Kollegen anzurufen. Muss man sich auch erstmal ausdenken, jemandem im Touristikbereich anzustellen, der keine Fremdsprache beherrscht. Mal wieder ganz großes Tennis. Nach einer kurzen Zimmerbesichtigung ging es auf eine Tour durch die Randbereiche der Innenstadt und danach zielgerichtet zum Abendessen. Bei Burger und Fritten sammelte man erneut Energie um den restlichen Abend angehen zu können. Leider hatte der ausgiebige Museumsbesuch seinen Tribut gefordert und so machten sich nach dem Essen nur noch eine Handvoll von uns auf den Weg durch die Kneipen der Stadt. Für mich endete der Abend dann auch gegen Mitternacht, während die anderen hartgesottenen aber noch bis halb 5 durchhielten. Starke Leistung Leute!

Der nächste Tag begann entspannt und für mich mit einem weiteren interessanten Stadtrundgang. Während unsere Kulturgruppe aber binnen einer halben Stunde von fünf auf zwei Leute zusammenschrumpfte, machte sich der Rest ebenfalls auf den Weg in die örtlichen Lokalitäten. Als wir zwei nach drei weiteren Stunden wieder zu den anderen stießen, gingen die Überlegungen zur Anreise los. Da man die spanische Polizei ja kennt und unnötigem Ärger aus dem Weg gehen wollte, machten wir uns schon frühzeitig vom Treffpunkt aus auf den Weg zum Stadion. Unbehelligt erreichten wir die Stadiontore zur Öffnung und betraten so zeitig den Gästeblock im weiten Rund des Oberranges. Die fünf Kontrollen sorgten allerdings dafür, dass sich der Einlass der nach uns folgenden deutlich zog. Das absolute I-Tüpfelchen war übrigens die Kontrolle beim Verlassen der Toilette, wohlgemerkt der Toiletten nach den eigentlich Eingangskontrollen. Manchmal muss man Dinge auch einfach nicht verstehen. Nachdem wir die Zeit bis zum Anstoß mit überteuerten Getränken und dem ein oder anderen Plausch überbrückten, konnte man immerhin feststellen, dass der Block inzwischen gut gefüllt war.

Das Spiel gestaltete sich leider deutlich anders als erhofft. Nachdem man Atletico im Hinspiel noch deutlich dominierte, war schon nach ein paar Minuten zu erkennen, dass es heute deutlich schwerer werden würde. Atletico bestimmte von Anfang an das Tempo und so musste Roman Bürki nach 33 Minuten das erste Mal hinter sich greifen. Immerhin konnte eine höhere Führung zur Pause vermieden werden. Auch nach der Pause gab es kaum Chancen für die Borussia obwohl Atletico erstmal mit angezogener Handbremse weiterspielte. Zum Ende hin wurde das Tempo allerdings nochmal angezogen und so verwandelte Griezmann dann in der 80. zum 2:0 Endstand. Insgesamt nicht überragend, aber durchaus in Ordnung. Das die erste Pflichtspiel-Niederlage kommen wird, war klar, dass es so lange dauert gut und dass es in einem Spiel ist, indem man es sich auch durchaus leisten kann, umso besser.

Nach der unnötig langen Blocksperre (in der natürlich anders als angekündigt keine Toilette benutzt werden durfte) ging es dann zu Fuß zur Metrostation und von dort zurück Richtung Unterkunft. Auf Feiern verzichtete man an diesem Abend da wir bereits um 4:30 Uhr wieder auf dem Weg zum Flughafen waren. Auch der Rückflug verlief ruhig und nach der zweieinhalbstündigen Rückfahrt kamen wir hungrig wieder in Dortmund an. Nach einem ausgewogenen Gyros-Mittagstisch beim Griechen des Vertrauens wurde dann die letzte Stunde Weiterreise gen Münster in Angriff genommen, wo man im frühen Nachmittag eintraf. Astreine Tour mal wieder!
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