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von Christian
07.11.2019
Das Loblied auf die Losfee der diesjährigen Auslosung wurde ja schon häufig genug gesungen. Dennoch gilt es auch an dieser Stelle ein großes „Danke“ auszurichten. Das nächste Ziel lautete Italien. Ja genau, wir fahren nach Mailand! Schnell hatte sich eine Gruppe von knapp 20 Personen gefunden, die sich auf den unterschiedlichsten Wegen zum Ziel begab. Einige reisten am Spieltag von Köln aus direkt nach Mailand an. Andere machten einen Abstecher im Bierkönig. Ich selbst reiste mit zwei weiteren Mitgliedern unseres Fanclubs am Montagabend nach Hamburg. Dort übernachteten wir bei einer Freundin, die in fußläufiger Nähe zum Hamburger Airport wohnt. Vielen Dank an dieser Stelle für Bier, Unterkunft und Frühstück.
Am Dienstagmorgen trafen wir am Flughafen weitere Mitglieder unserer Reisegruppe. Nach unspektakulärerem Flug zum Flughafen Bergamo und Shuttlebustransfer in die Mailänder City machten wir uns auf den Weg zu unserer Unterkunft. Kurz die Zimmer eingerichtet, etwas frisch gemacht und dann ab in die Stadt.

Dort angekommen verfielen wir in den Modus typischer Ruhrpott-Touristen. Es gab Pizza, Bier und Vino de la Casa. Später am Abend durften wir italienisches Temperament am Beispiel einer Hauptverkehrskreuzung erleben, an der die gesamte Ampelanlage ausfiel, aber auch erst nach ca. 75 Minuten die örtliche Polizei Erbarmen zeigte und die Regelung des Verkehrs übernahm. Bis dato hätte es in Deutschland entweder einen Stau von mehreren 100km Länge oder diverse Schwerverletzte gegeben. In Italien scheint es allerdings erprobt zu sein, dass man einfach mal aus seinem Auto aussteigt und den Verkehr so zu seinem Vorteil zu regeln versucht, bis man anschließend, durch ein ohrenbetäubendes Hupkonzert, die Kreuzung verlässt. Dieses Schauspiel wird so schnell niemand von uns vergessen. Den Abend ließen wir gemütlich in einer Sportsbar ausklingen, in der man noch das ein oder andere bekannte Gesicht sehen konnte.

Für den Mittwoch war vormittags eine Stadtbesichtigung geplant. Ich selbst fiel aufgrund des Vorabends aus, aber die Erzählungen der anderen lassen erahnen, dass es sich gelohnt haben muss, sich passend aus dem Bett auf den Weg zu begeben. Über den Tag verteilt waren wir in kleineren Gruppen an verschiedenen Orten in der Stadt verteilt. Schließlich traf man sich an dem ausgerufenen Treffpunkt. Nach einigen Bierchen und guten Gesprächen ging es dann mit einem Fanmarsch zu einer Bahnstation. Ab dieser Station sollte der stressige Teil des Weges in das altehrwürdige Giuseppe-Meazza-Stadion beginnen. Maximal unorganisiert ging es mit der Bahn in den Stadtteil San Siro. Dort angekommen hatte die Staatsmacht ihren Gefallen an einer eigenen Stadtführung gefunden. Nach einem Fußmarsch, der genauso lang wie unnötig war, erreichten wir dann irgendwann endlich das Stadion. Dort wartete die nächste Katastrophe in Form der Einlasskontrollen auf uns. Nachdem die Kontrolle durch die Polizei überstanden war und man das Stadion betreten wollte, wartete eine weitere Reihe Ordner auf einen, die die gesamte Tortur wiederholten und sich dabei im Vergleich zu den Cops sogar noch zu steigern wusste. An dieser Stelle möchte ich zu Protokoll geben, dass der nächste Satz explizit mit dem Mittelfinger getippt wurde. DANKE FÜR GAR NICHTS!

Im Stadion gab der Auftritt, vor allem optisch, einiges her. Das lässt sich leider über das Spiel der Jungs auf dem Rasen nicht sagen. Jeder hat sich selbst ein Bild machen können und ich verkneife mir weitere Details zum Spiel. Bezeichnend war abschließend ein Kommentar von Mats Hummels. In meinen Augen liefert er in den letzten Wochen gute Abwehrleistungen ab und das soll an dieser Stelle nicht als Generalkritik verstanden werden, aber:
Wie kann man bitte nach einem Spiel, in dem man seit der 22. Minute 1:0 hinten liegt sagen, dass es bis zur 80. Minute ein typisches 0:0 gewesen sei und man erst zum Ende hin verloren habe?
Check ich nicht, ist möglicherweise auch mein Problem ...
Nach Abpfiff ließ sich die Unzufriedenheit leider nicht mehr beiseiteschieben und der Abend nahm ein schnelles Ende, weil ein Großteil unserer Reisegruppe verständlicherweise nicht mehr feiern wollte (es gab ja auch keinen Grund zum Feiern), sondern direkt die Unterkunft ansteuerte. Ich nutzte den am Morgen gewonnenen Schlaf um mit einem wirklich guten Freund noch ein paar Bierchen zu trinken und somit seine Wartezeit auf den nächtlichen Shuttlebus zum Flughafen zu überbrücken.
Der Donnerstag gönnte uns ein Frühstück im Mailänder Regen, einen verspäteten Rückflug nach Hamburg und einen runden Abschluss im Flixtrain. Als ich gegen 21.30 Uhr mein Feierabendbier in Dortmund zu mir nahm, konnte ich auf eine gelungene Tour zurückblicken. Lediglich der Fußball und die wenigen Stunden drum herum wussten zu enttäuschen.
Danke für die überragende Organisation der gesamten Reise, an alle Mitglieder der Bapedi Bupedi Gruppe und abschließend erneut an die Losfee, die mich ins Giuseppe-Meazza-Stadion führte.
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